Die erste Vorstandssitzung des Jahres 2025 fand am 31. Januar in der Gemeinde Duiven statt. Der Wirtschaftsrat ist eine Dreifach-Helix-Kooperation zwischen Unternehmern, Regierungen und Bildungseinrichtungen. Alle zwei Monate treffen sich die Vorstandsmitglieder, um ihr gemeinsames Engagement für ein vitales und nachhaltiges Leben in der Lifeport Region Arnhem Nijmegen zu diskutieren.
Wirtschaftsprofil Duiven
Huub Hieltjes, Bürgermeister von Duiven und Mitglied des Economic Board, gibt als Gastgeber dieser Vorstandssitzung einen Überblick über das wirtschaftliche Profil der Gemeinde. Duiven ist ein wichtiger Knotenpunkt für Logistik, Industrie und Einzelhandel. Das Retailpark Duiven ist das wichtigste Einkaufsziel mit einem großen und vielfältigen Angebot. Darüber hinaus beherbergt Duiven
das größte zusammenhängende Gewerbegebiet im Osten der Niederlande, wobei InnoFase und das neue Centerpoort-Noord 2 als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit gelten. InnoFase ist der führende Kreislaufwirtschaftsstandort der Niederlande. Hier teilen sich Unternehmen Wärme, CO₂, Biogas und Restströme, was für einzigartige Synergieeffekte sorgt. Centerpoort-Noord 2, die bevorstehende Erweiterung, macht Nachhaltigkeit zur Voraussetzung für die Ansiedlung und startet direkt mit einem dezentralen Energienetz. Beide Areale erhalten einen Smart Energy Hub, mit dem die Energie lokal koordiniert wird.
Strategieplan 2026-2030
Der Wirtschaftsrat setzt sich für eine starke und widerstandsfähige Lifeport Region Arnhem Nijmegen ein. Mit dem Strategieplan 2026-2030 setzen wir auf breiten Wohlstand und gehen die großen gesellschaftlichen Herausforderungen gemeinsam mit unseren Partnern an. Wir befinden uns in einer Zeit radikaler Umwälzungen in den Bereichen Energie, Rohstoffe, Digitalisierung, Arbeitsmarkt, Pflege und Nachhaltigkeit. Dies erfordert intelligente und innovative Lösungen. Der Zeitraum 2026-2030 wird dabei entscheidend sein: Wie stellen wir sicher, dass unsere Region diese Veränderungen nicht nur übersteht, sondern auch wirtschaftlich gestärkt daraus hervorgeht?
Schwerpunkt auf vielversprechenden Clustern
Für Lifeport Region Arnheim-Nimwegen hat dies eine doppelte Bedeutung. Einerseits stehen wir vor Herausforderungen wie Netzüberlastung und Engpässen auf dem Arbeitsmarkt. Andererseits bieten diese Entwicklungen auch enorme Chancen. Innovationen in den Clustern „Energy“, „Health“ und „High Tech“ können zu Lösungen beitragen, die nicht nur unsere Region voranbringen, sondern auch international von Bedeutung sind.
• Energy: Intelligente Innovationen zur Vermeidung von Netzengpässen und zur Beschleunigung der Energiewende.
• Health: Digitale Lösungen im Gesundheitswesen und Medizintechnik für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung.
• High Tech: Technologische Innovationen, die in verschiedenen Branchen breit einsetzbar sind.
Diese Cluster passen nicht nur perfekt zu den nationalen und europäischen Wirtschaftsagenden, sondern auch zu Themen wie Ernährung, KI, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Gemeinsam stärken sie die regionale Wirtschaft und den allgemeinen Wohlstand.
In den vergangenen Monaten haben verschiedene Institutionen und Unternehmen wertvolles Feedback zum Entwurf des Strategischen Plans 2026–2030 gegeben. Diese Anregungen wurden in die endgültige Fassung eingearbeitet, die heute vom Vorstand genehmigt wurde. Im Februar wird der Plan allen Gemeinden in der Region Arnheim-Nimwegen und der Grünen Metropolregion Arnheim-Nimwegen vorgelegt.
Zukunftssichere Arbeitsorte in der Region Arnheim-Nimwegen
Das Regionale Programm für Arbeitsstandorte (RPW) für die Region Arnheim-Nimwegen ist ein strategischer Plan, der alle vier Jahre erstellt wird, um Angebot und Nachfrage bei Arbeitsstandorten, wie Gewerbegebieten und Bürostandorten, in Einklang zu bringen. Jolanda van Rensch, Projektmanagerin der „Grünen Metropolregion Arnheim-Nimwegen“, erläuterte während der Sitzung ein neues RPW für den Zeitraum 2025–2028. Die Region Arnheim-Nimwegen wächst. Dies erfordert ein kluges Gleichgewicht zwischen Wohnen und Arbeiten. Das Regionale Programm für Arbeitsstandorte (RPW) 2025–2028 setzt auf ausreichend Raum für Unternehmen und Büros, trotz des Drucks durch Wohnbauprojekte. Aktuelle Prognosen zeigen eine steigende Nachfrage nach Gewerbeflächen bis 2030. Die Region benötigt etwa 120 Hektar zusätzliche Gewerbefläche, davon 40 Hektar speziell für große Logistikunternehmen (XXL-Logistik). Ein wichtiger Vorschlag ist die Erweiterung des Gewerbegebiets De Grift in Nijmegen um 12,5 Hektar.
Mit dem RPW 2025–2028 arbeiten wir an einer robusten Wirtschaft, in der Unternehmen wachsen können und Arbeitsplätze erhalten bleiben. Der RPW wird in Zusammenarbeit mit der Grünen Metropolregion Arnheim-Nimwegen und der Provinz Gelderland erstellt, wobei auch andere Interessengruppen einbezogen werden, um ein breit abgestütztes und wirksames Programm zu verwirklichen. Die Vorstandsmitglieder diskutierten miteinander darüber, wie wir gemeinsam für ein ausgewogenes Wachstum in unserer Region sorgen können.


