Die Mitglieder des Economic Board der Region Arnheim-Nimwegen bilden gemeinsam eine starke „Triple Helix“: eine Zusammenarbeit zwischen Unternehmern, Behörden und Forschungseinrichtungen mit einem gemeinsamen Ziel – dem Aufbau einer vitalen und nachhaltigen Region. Alle zwei Monate trifft sich das Board an inspirierenden Orten in der Region. Im Juni fand die Sitzung im „Huize Heyendael“ statt, dem Landhaus auf dem Gelände der Radboud-Universität und des Radboudumc.
Alexandra van Huffelen, seit Februar dieses Jahres Vorsitzende des Verwaltungsrats der Radboud-Universität, empfing die Mitglieder des Vorstands an diesem schönen Ort. Als breit aufgestellte, internationale Forschungsuniversität mit über 25.000 Studierenden spielt die Radboud-Universität eine zentrale Rolle in der Region. Die Studierenden absolvieren hier Studiengänge unter anderem in den Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Medizin, Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre. Die Universität steht für persönliche Betreuung, Chancengleichheit und eine nachhaltige, gerechte Gesellschaft – Werte, die nahtlos mit den gesellschaftlichen Zielen der Region im Einklang stehen.
Auf der Tagesordnung der Vorstandssitzung standen unter anderem die Entwicklung der Strategie 2026–2031 der Radboud-Universität und der „Schaalsprong“ für die Region.
Radboud-Universität: mit neuer Strategie fest in der Region verwurzelt
In einer Welt voller Umbrüche und gesellschaftlicher Herausforderungen stehen Universitäten mehr denn je unter Druck. Gleichzeitig ergeben sich gerade jetzt beispiellose Chancen für Einrichtungen, die es wagen, sich als Motor der Innovation zu positionieren. Mit einer neuen Strategie – die dem Minister Anfang 2026 vorgelegt wird – setzt die Radboud-Universität ausdrücklich auf Verbundenheit: mit ihrem gesellschaftlichen Auftrag und mit der Region.
Alexandra van Huffelen
Katalysator für soziale Innovation
"Die Universität der Zukunft ist kein Elfenbeinturm, sondern eine offene Netzwerkorganisation", so Arjan-Tim Ferweda, der den Vorstandsmitgliedern die Konturen des neuen Kurses erläuterte. Die Radboud-Universität will sich stärker als Katalysator für soziale Innovation profilieren, mit einer starken Identität und klaren strategischen Ambitionen. Diese Ambitionen gehen über die reine Wissenschaft hinaus: Es geht darum, Wissen, Talent und Netzwerke mit den dringenden Herausforderungen unserer Zeit zu verbinden. Lifeport Regio Arnhem Nijmegen strotzt nur so vor Talenten, innovativen Unternehmen und sozialen Initiativen. Aber um dieses Potenzial wirklich zu nutzen, ist Zusammenarbeit unerlässlich. Die neue Strategie der Radboud Universität bietet dafür eine solide Grundlage. Forscher, Studenten und Partner aus der Region sind ausdrücklich dazu eingeladen, gemeinsam Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.
Der Scale-Up: ein Plan für alle Aufgaben
„De Schaalsprong“ ist ein ganzheitlicher Ansatz, in dem alle regionalen Herausforderungen zusammenlaufen: von Wirtschaft und Gesundheitswesen bis hin zu Wohnen und Mobilität. Er verbindet Sektoren und Verwaltungsebenen und setzt auf eine starke, zukunftsfähige Region. Der Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Schlüsselbranchen „Energy“ und „Semicon“, wobei ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen als Rahmenbedingung gilt. Darüber hinaus geht es um Wohnen, Erreichbarkeit und ein attraktives Ansiedlungsklima.
Bram Sieben und Berry Roelofs skizzierten die Dringlichkeit: eine Regionale Investitionsagenda (RIA), in der Aufgaben bis 2040 in einem zusammenhängenden Rahmen angegangen werden. Nicht als einzelne Projekte, sondern als ein gemeinsamer Kurs. Berry untersucht, welche Investitionen zwischen 2025 und 2035 erforderlich sind, wo Chancen liegen und wo eine Beschleunigung notwendig ist.
Beim „Schaalsprong“ geht es nicht nur um mehr, sondern um besser: eine sinnvolle Wirtschaft mit Raum für Innovation, umfassenden Wohlstand und gesellschaftlichen Mehrwert. Nur durch Zusammenarbeit können wir eine zukunftsfähige Region verwirklichen – in der jeder wachsen, arbeiten und leben kann.


