Die HAN Hochschule für angewandte Wissenschaften und Kreatives Arnheim haben gemeinsam die Initiative ergriffen, eine strategische Arbeitsgruppe zu bilden und ein Lernnetzwerk rund um „Immersive Experiences“ (IX) in der Lifeport-Region Arnheim-Nimwegen aufzubauen. Mit diesem Schritt positionieren sie IX als Schlüsseltechnologie und Innovationsbeschleuniger innerhalb regionaler Transformationsprozesse wie Energie, Gesundheit, Hightech und Humankapital. Unterstützt wird dies durch eine gemeinsame „Lifeport“-Präsenz auf der SXSW London, wo der Schwerpunkt auf Lernen, Inspiration und der Stärkung internationaler Netzwerke liegt.
SXSW London, Shoreditch. Foto: Maarten Schram
Was ist SXSW und warum ist es wichtig?
SXSW (South by Southwest) ist ein führendes internationales Festival und eine Konferenz an der Schnittstelle von Technologie, Kreativität, Innovation und gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Veranstaltung bringt jährlich Tausende von Fachleuten, Unternehmen, Kreativen und Entscheidungsträgern aus aller Welt zusammen, um die neuesten Trends und Durchbrüche zu erkunden. Da es nun neben der amerikanischen Ausgabe auch eine Londoner Ausgabe gibt, bietet dies einen wertvollen Rahmen, um relativ nah an der Heimat Wissen auf höchstem Niveau zu erwerben, neue Kooperationen zu erkunden und zu verstehen, wie sich IX international entwickelt. Fun Fact:Der „Innovativste Student der Niederlande 2026“ von INNOVATE gewinnt eine komplett bezahlte Reise zur SXSW 2027.
Was ist IX?
Immersive Experiences (IX) markiert die nächste Phase der digitalen Entwicklung: eine Welt, in der Digitales und Physisches nahtlos ineinander übergehen. Denken Sie an Anwendungen mit virtueller Realität (VR), erweiterter Realität (AR), interaktiven Umgebungen und Spieltechnologien.
IX ermöglicht es, komplexe Themen verständlich und erlebbar zu machen, zum Beispiel durch Simulationen, Schulungen oder neue Formen der Beteiligung. Es fungiert somit als Basistechnologie, die die Innovation in Bereichen wie Energie, Pflege und Bildung beschleunigt.
Kim Hooiveld (The Economic Board), Marieke Willems (SEECE) und Astrid Hoge (HAN-Akademieleiterin für IT und Mediendesign) stehen in Immersive Installation von Jenny Holzer im Guggenheim Museum Bilbao. Ein Beispiel dafür, wie Wahrnehmung, Raum und Bedeutung zusammenkommen
Chancen für die Lifeport-Region
Lifeport Regio Arnhem Nijmegen verfügt über eine starke Basis: eine gut organisierte Kreativindustrie, führende Wissenseinrichtungen und leistungsstarke Sektoren wie Energie, Gesundheit und Hochtechnologie.
An der HAN University of Applied Sciences glauben wir an eine intelligente, saubere und soziale Welt von morgen. „Immersive Experiences“ fügen sich nahtlos in dieses Konzept ein: Sie verbinden Technologie, Kreativität und gesellschaftliche Wirkung. Gerade durch die Zusammenarbeit in der Region und das gemeinsame Lernen mit der Kreativbranche, Forschern, berufsbildenden Schulen, Unternehmen und öffentlichen Partnern können wir Studierende und Fachkräfte auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. Für uns ist die Teilnahme an der SXSW kein Selbstzweck, sondern eine wichtige Gelegenheit, zu lernen, uns weiterzuentwickeln und uns mit internationalen Vorreitern zu vernetzen. Diese Erkenntnisse fließen direkt in unsere Lehre, Forschung und die Region ein, damit wir Studierende und Fachkräfte besser auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten können.“ – Rob Verhofstadt, Vorsitzender des Verwaltungsrats, HAN University of Applied Sciences.
Wo liegen die Stärken der Lifeport-Region?
Nach Ansicht der HAN und von Creative Arnhem liegt die Stärke der Lifeport-Region in der Kombination von technologischer Innovation, virtuellem Handwerk, sozialer Orientierung und der Beachtung ethischer Grundsätze. Besonders an der Schnittstelle von Immersive Experiences (IX) und öffentlichen Themen gibt es große Möglichkeiten.
Was die Region auszeichnet, ist die Zusammenarbeit zwischen Wissensinstitutionen und Praxispartnern auf allen Ebenen: Die Radboud-Universität verfügt über ein starkes Fachwissen in den Bereichen Ethik und öffentliche Werte, während sich die HAN-Fachhochschule und die Kreativindustrie auf Anwendung und Design konzentrieren; in Bildung und Forschung. Das MBO spielt eine entscheidende Rolle durch das Tech Adoption practorate des ROC Rijn IJssel, das sich auf die Umsetzung in der Praxis konzentriert. Die praxisorientierte Innovation des Alliander-Forschungszentrums für digitale Technologien stärkt auch die Verbindung zu gesellschaftlichen Themen wie der Energiewende.
„Nach ‚Creative x Energy‘ und ‚Creative x Human Capital‘, das sich derzeit in der Entwicklung befindet, setzen wir mit ‚Immersive Experiences‘ einen logischen dritten Schritt in unserer Agenda um, in dem Technologie, Kreativität und öffentliche Werte zusammenkommen. Wir vom CIIIC sehen hier eine wichtige Chance, insbesondere auch für die Weiterentwicklung unserer Lifeport-Region als innovatives Umfeld für Entwicklung und Experimente.“ – Simone van Bennekom, Direktorin von Creative Arnhem.
Diese Kombination ermöglicht es IX, in der Region gerade in Bereichen wieEnergie, Gesundheit, Humankapital und Verhaltensänderung besonders stark Fuß zu fassen. Damit positioniert sich die Lifeport-Region Arnheim-Nimwegen innerhalb der Creative Industries Immersive Impact Coalition (CIIIC) auf einzigartige Weise: als ein Ort, an dem immersive Technologien auf der Grundlage öffentlicher Werte, praktischer Erfahrungen und gesellschaftlicher Auswirkungen entwickelt und angewendet werden. Die CIIIC unterstützt Kreative, Forscher, Unternehmen und Behörden dabei, ihre Chancen im Bereich IX optimal zu nutzen.
Hilmer Thijs (Direktor INNOVATE) und Simone van Bennekom (Direktorin Creative Arnhem) erleben den Infinity Mirror Room von Yayoi Kusama im Guggenheim Museum Bilbao. Ein Beispiel dafür, wie Raum, Licht und Reflexion ein immersives Erlebnis schaffen.
Zu den besonderen Merkmalen der Region gehören:
- Ethik und öffentliche Werte in der digitalen Technologie
- Soziale Gerechtigkeit und Eingliederung
- Virtuelle Handwerkskunst und neue Formen der Herstellung
- Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
- Wahrnehmung und Verhaltensänderung
- Humankapital und Lernen & Entwicklung
- Energie und Energiewende (z. B. Überlastung der Netze)
- Innovation im Bereich Gesundheit und Pflege
In diesen Bereichen kann IX eine wichtige Rolle als unterstützende Schlüsseltechnologie spielen; ähnlich wie KI auch betrachtet wird: nicht als Selbstzweck, sondern als leistungsfähiger Wegbereiter für Innovationen in bestehenden Sektoren.
Das gemeinsame Ziel ist klar:von einzelnen Initiativen hin zu einem vernetzten IX-Ökosystem, in dem Wissen, Anwendung und Experiment an einem physischen Ort zusammenkommen und zu konkreten Ergebnissen führen.
Verbindung zum nationalen Wachstumsfondsprogramm: CIIIC
Die Entwicklung von IX wird auf nationaler Ebene durch die Creative Industries Immersive Impact Coalition (CIIIC), ein groß angelegtes Innovationsprogramm mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro, stark gefördert.
Das CIIIC fördert die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Bildung, Regierung und Wirtschaft und konzentriert sich u. a. auf folgende Bereiche
- Innovationsprojekte und Experimente
- Entwicklung von IX Talenten und Fähigkeiten
- Aufbau von Lerngemeinschaften
- Es verbindet Technologie mit öffentlichen Werten wie Integration und Zugänglichkeit.
Für die Lifeport-Region ergeben sich daraus konkrete Möglichkeiten, sich mit nationalen und europäischen Programmen und Fördermitteln zu vernetzen.

Immersiver Raum im Forschungs- und Innovationszentrum Tknika, Arbeitsbesuch von Lifeport Knowledge Trip 2026
Von der Erforschung zum Handeln
Im vergangenen Zeitraum haben die HAN University of Applied Sciences und Creative Arnhem gemeinsam mit Partnern wie INNOVATE, dem Economic Board Regio Arnhem Nijmegen, dem TechAdoption practorate, Clean Tech Park Arnhem, Fillip Studios, Enliven und anderen Wissens- und Industriepartnern eine erste Bestandsaufnahme der laufenden Initiativen und Möglichkeiten in der Region vorgenommen.
Der nächste Schritt bestand darin, die Zusammenarbeit zu verstärken und eine strategische Arbeitsgruppe zu bilden, die die Richtung vorgibt:
- Gemeinsame Positionierung von IX in der Region
- Entwicklung einer Lerngemeinschaft und zugehöriger Lernlinien
- Verbindung zwischen Forschung, Bildung und Praxis
- Verbindung zur Wirtschaft.
- Erkundung von Infrastrukturen wie einem IX-Labor oder einem Experimentierraum
Internationale Positionierung und Wissensaustausch
Um die Region international mit den neuesten Entwicklungen zu verbinden, wird eine Delegation von HAN, Creative Arnhem, INNOVATE und Fillip Studios zur SXSW London reisen. Darüber hinaus werden die Partner nach ihrer Rückkehr ein regionales Treffen organisieren, bei dem unter anderem die Trends und Erkenntnisse der SXSW ausgetauscht und in konkrete Chancen für die Region umgesetzt werden sollen. Dieses Treffen wird am 18. Juni auf dem HAN-Campus Arnheim stattfinden.
Gemeinsam lernen und bauen
HAN und Creative Arnhem positionieren sich als Lerngemeinschaft: eine offene Form der Zusammenarbeit, in der Bildung, Forschung, Regierung und Wirtschaft gemeinsam lernen, experimentieren und entwickeln.
Durch die Fokussierung auf IX als Verbindungstechnologie wollen sie zu einer zukunftsfähigen Region beitragen, in der Innovation nicht nur technologisch, sondern auch sozial und gesellschaftlich sinnvoll ist.
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:
Wouter Thiescheffer, Dozent für Mediendesign |Wouter.SluisThiescheffer@han.nl
Simone van Bennekom, Direktorin von Creatief Arnhem |simone@creatiefarnhem.com


