Die Technologie der künstlichen Intelligenz in bestehende Systeme zu integrieren, damit beschäftigt sich Stijn Hoppenbrouwers, Dozent für modellbasierte Informationssysteme an der Hochschule Arnheim Nijmegen (HAN). "Das klingt vielleicht etwas weniger sexy als 'Intelligenz, die den Menschen übertrifft', aber für viele Unternehmen ist es tatsächlich viel interessanter", sagt er.
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein wichtiger Bestandteil des neuen Master Applied Data Science (MADS) an der HAN. Ein berufsbegleitender Master, bei dem man gleichzeitig in einem Unternehmen arbeitet. Eine notwendige Kombination, so Hoppenbrouwers: "Wir suchen Leute, die bei diesem Thema wirklich mit beiden Beinen auf dem Boden stehen."
Der angewandte Ansatz der KI
„Wenn es um Künstliche Intelligenz (KI) geht, gibt es zwei Strömungen. Die futuristische, bei der man sich mit den fantastischen und manchmal auch beängstigenden Geschichten von Intelligenz beschäftigt, die den Menschen überflügelt.“ Hoppenbrouwers erklärt, dass der Ansatz der HAN ein anderer ist: „Wir beschäftigen uns intensiv mit KI und Data Science, konzentrieren uns dabei aber eher auf Anwendungen im Zusammenhang mit maschinellem Lernen und Deep Learning. Damit lassen sich schon heute fantastische Dinge realisieren. Ein anwendungsorientierter Ansatz.“"Dieser angewandte Ansatz der KI ist für viele Unternehmen, auch für KMU, viel interessanter.
Zusammenarbeit mit Unternehmen und Wissenseinrichtungen
Die HAN ist an der niederländischen KI-Koalition beteiligt. In der Region arbeitet die HAN mit verschiedenen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen. Dazu gehören beispielsweise Alliander in Arnheim, die IT-Abteilung der Steuerbehörde und das Nijmegener Unternehmen Hyster Yale. Im Gesundheitswesen kooperiert die HAN mit dem Radboudumc und der Sint-Maartenskliniek.Im Bereich der Künstlichen Intelligenz besteht eine wichtige Verbindung zwischen der HAN und der Radboud-Universität (RU) in Nijmegen. „Diese Verbindung ist sehr eng – und notwendig. Denn was die Forschungsfinanzierung angeht, sind Fachhochschulen in den Niederlanden deutlich schlechter gestellt als Universitäten. Gleichzeitig liegt der Mehrwert für die RU in der Kombination aus klassischer akademischer Forschung und einem praxisorientierten Ansatz.“
Das KI-Netzwerk von HAN ist stark im Aufbau begriffen. Hoppenbrouwers betrachtet es mit Freude: "Ein brodelnder Kessel aller möglichen Initiativen, so sehe ich es. Und ich denke, HAN kann eine sehr schöne zentrale Rolle in der Region spielen, als Teil der nationalen und europäischen Wissensökologie rund um KI."


