Die Mitglieder des Economic Board bilden gemeinsam eine starke „Triple Helix“: Unternehmer, Behörden und Forschungseinrichtungen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen – den Aufbau einer vitalen, nachhaltigen und international wettbewerbsfähigen Region. Alle zwei Monate trifft sich das Board an inspirierenden Orten in der Region. Im September fand die Vorstandssitzung bei der Hoogwegt Group in Arnheim statt.
Seit 1965 hat sich Hoogwegt zu einem der weltweit größten unabhängigen Anbieter von Milchprodukten entwickelt. Von Arnheim aus beliefert das Unternehmen Kunden in mehr als 130 Ländern mit einem breiten Sortiment an Milchpulver, Milchzutaten, Käse und flüssigen Milchprodukten. Damit leistet Hoogwegt einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Lebensmittel- und Futtermittelindustrie.
Neuer Vorsitzender des The Economic Board ernannt
Während des Treffens wurde Alexandra van Huffelen, Vorstandsvorsitzende der Radboud-Universität, zur neuen Vorsitzenden des Wirtschaftsrats ernannt. Sie tritt die Nachfolge von Ahmed Marcouch an. Im Einklang mit dem Zyklus rotiert der Vorsitz zwischen Unternehmern, Regierungen und Wissenseinrichtungen. Mit Van Huffelen als Aushängeschild werden Bildung, Forschung und Innovation einen wichtigen Platz in der regionalen Zusammenarbeit einnehmen, wobei der Schwerpunkt auf breitem Wohlstand und einer zukunftsfähigen Wirtschaft liegt.
Unsere Region sichtbar in der Nationalen Investitionsagenda
Eine Erläuterung von Edwin Ouwejan (Wirtschaftsministerium) machte deutlich, dass die Ausarbeitung der nationalen Politik trotz des Rücktrittsstatus der Regierung in vollem Gange ist. Die Zusammenarbeit zwischen Staat und Region bleibt entscheidend. Gleichzeitig belasten Themen wie Stickstoff und Netzengpässe das Ansiedlungsklima erheblich, und den Niederlanden droht der Verlust von Investitionen – gerade in den innovativsten Sektoren.
Die Nationale Investitionsagenda unter der Leitung von Wennink überträgt den Draghi-Bericht auf die Niederlande. Diese Agenda erfordert klare Entscheidungen: Welche Rahmenbedingungen sind unverzichtbar, und welche Vorzeigeprojekte verdienen Priorität? Für die Region Arnheim-Nimwegen ist die Antwort eindeutig. Unsere starken Cluster – Energie, Gesundheit und Hightech/Halbleiter – tragen unmittelbar zu nationalen und europäischen strategischen Zielen bei.
Um dieses Potenzial auszuschöpfen, sind drei Rahmenbedingungen unerlässlich:
- Lösung von Netzüberlastungen und Investitionen in die Energieinfrastruktur.
- Raum und Geschwindigkeit in Gewerbegebieten und Campusentwicklung.
- Investitionen in Talente, Fähigkeiten und internationale Attraktivität.
Mit starken Clustern und der Beschleunigung von Campus-Projekten können die Niederlande sichtbare Fortschritte erzielen. Kurze, prägnante Regionalprofile und konkrete Beispiele sind erforderlich, um diese Botschaft in Den Haag zu vermitteln – und um unsere Region fest in der Investitionsagenda zu verankern.
Die Verteidigungsaufgabe bietet große Chancen für Lifeport Arnhem Nijmegen Region
Neben der Investitionsagenda bietet auch die Herausforderung der Verteidigung große Perspektiven für unsere Region. Im Verteidigungsbereich stehen enorme Investitionen mit sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen an. Die Verteidigung ist bereits einer der größten Arbeitgeber in der Provinz, aber die Aufgabe reicht weiter: Sicherheit, Energie, Wohnen und wirtschaftliche Stärkung kommen zusammen. Zusammen mit Brabant und Südholland gehört Gelderland zu den drei größten niederländischen Rüstungsbetrieben und hat sogar den größten Anteil an der Fläche. Dies bietet eine starke Ausgangsposition.
Verknüpfung von Chancen und sozialer Wirkung
Die Verteidigungsaufgabe bietet auch Verknüpfungsmöglichkeiten mit sozialem Mehrwert:
- Energie - eigene Erzeugung auf dem Kasernengelände, auch für die umliegenden Häuser.
- Bauwesen - umfangreiche Investitionen in Wohnungen und Einrichtungen, verbunden mit dem Bau von Wohnungen für Beschäftigte des Verteidigungssektors.
- Arbeitsmarkt & Talente - Stärkung der Kompetenzen und Ausbildung im Einklang mit der Nachfrage im Verteidigungsbereich.
Das Verteidigungsministerium kann so als Impulsgeber für die regionale Wirtschaft fungieren, indem es an bestehende Stärken anknüpft: Lebensmittel, Gesundheit, Energie, Hightech & Halbleiter sowie Verkehr & Mobilität. Der Schlüssel liegt in der Zusammenarbeit. Kommunen, Regionen und Unternehmen müssen gemeinsam vorgehen – mit Oost NL als organisierender Kraft –, um dem Verteidigungssektor deutlich zu machen, was wir zu bieten haben.
Die Kernfrage ist einfach, aber entscheidend: Was braucht das Verteidigungsministerium und was kann unsere Region liefern? Indem wir dies klar und gemeinsam formulieren, kann Gelderland – und insbesondere die Lifeport-Region – zum zentralen Schwerpunkt der niederländischen Verteidigungswirtschaft heranwachsen.


