Die erste Vorstandssitzung des Jahres 2024 fand an der HAN University of Applied Sciences in Arnheim statt. Die HAN University of Applied Sciences bietet Studierenden Ausbildungsgänge an und betreibt praxisorientierte Forschung, um einen Beitrag zur Welt von morgen zu leisten. Die HAN besteht aus 14 Akademien mit Studiengängen, Forschung und Beratung. An den Standorten in Arnheim und Nimwegen studieren derzeit ca. 36.800 Studierende, die an 64 Bachelor- und 17 Masterstudiengängen teilnehmen. Rob Verhofstad, Vorsitzender des Verwaltungsrats der HAN und Mitglied des Economic Board, sprach über die Region als Campus: von der Schule zum Wissenspartner. Die Studierenden gehen in die Stadtviertel und auf die Bürger zu – mit mehr als 30 Innovationszentren (Versuchsfelder, Labore, Werkstätten) in der Region. Diese bieten HAN-Studierenden und Fachleuten ein Lernumfeld, beispielsweise in den Bereichen Wasserstoff und zirkuläres Bauen.
Auf der Tagesordnung der Vorstandssitzung standen einige wichtige Diskussionspunkte zur Arbeit an einem gesunden und nachhaltigen Leben in der Lifeport-Region Arnheim-Nimwegen.
Perspektiven für die Wirtschaft der Zukunft
Die Vorstandsmitglieder diskutierten gemeinsam mit der Beigeordneten Helga Witjes darüber, wie wir gemeinsam für eine widerstandsfähige und nachhaltige Wirtschaft in Gelderland sorgen können, von der die gesamte Gesellschaft profitiert. Im Koalitionsprogramm der Provinz Gelderland „Gelderland Gewoon Doen“ ist die Erstellung eines ganzheitlichen Wirtschaftsprogramms vorgesehen.
Integral in zweierlei Hinsicht:
- Ein kohärentes Umsetzungsprogramm für gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen, z. B.: Innovation und Internationalisierung, Bildung und Arbeitsmarkt, Entwicklung von Arbeitsplätzen, Digitalisierung, KMU-Dienstleistungen, Energiewende und Kreislaufwirtschaft.
- Eine ganzheitliche Sicht auf die Wirtschaft, die bei Überlegungen im Rahmen der breit angelegten Provinzagenda die Richtung vorgibt: wie das Geschäfts- und Unternehmensklima und der Einfluss der Provinz darauf, zum Beispiel bei räumlichen Entscheidungen und der Gestaltung von Gesetzen und Vorschriften.
Da der Ehrgeiz die verfügbaren Ressourcen übersteigt, muss die Provinz nun Prioritäten setzen. Während der Vorstandssitzung tauschten sich die Vorstandsmitglieder untereinander aus, und es wurden viele Fragen und Kommentare diskutiert, wie zum Beispiel: Wo haben wir als Provinz den größten Einfluss? Wo können wir uns gegenseitig stärken? Aber auch: Was tun wir nicht (mehr)? Welche Entwicklungen sehen wir auf uns zukommen? Was bedeutet das für die Provinz und was bedeutet das für Gemeinden, Unternehmer und Wissenseinrichtungen? Und was kann jeder von uns in seiner eigenen Rolle, aber auch gemeinsam tun?
Energie-Hotspot
Die Vorstandsmitglieder sprachen auch darüber, dass die Region Arnheim-Nimwegen im Jahr 2025 ein "place to be for Energy" sein wird. Energie kann in der Region Arnheim-Nimwegen nicht länger ignoriert werden. Es gibt überall Orte, an denen Einwohner und Unternehmer zeigen, wohin Innovationen führen können. Der Energie-Cluster ist in der Region stark vertreten, mit Vorreitern wie den Netzbetreibern TenneT und Alliander, mit großen Investitionen, Innovationen von Ladeinfrastruktur, Energiespeicherung und Wasserstoff bis hin zu Prüfung und Zertifizierung. Dieser gesamte Sektor ist für die gesellschaftliche Aufgabe der Energiewende von entscheidender Bedeutung und investiert gemeinsam Milliarden. Natürlich gibt es auch Engpässe, wie die Überlastung der Netze und den angespannten Arbeitsmarkt, aber hier laufen bereits wichtige Initiativen, die zu Lösungen beitragen.


