Die Mitglieder des Economic Board der Region Arnheim-Nimwegen sind Teil einer starken „Triple-Helix“-Kooperation zwischen Unternehmern, Behörden und Bildungseinrichtungen. Alle zwei Monate kommen sie zusammen, um an einer vitalen und nachhaltigen Region zu arbeiten.
Ende März fand die Sitzung bei Alliander in Arnheim statt, einem Standort, der symbolisch für eine der größten Herausforderungen und Chancen unserer Zeit steht: die Energiewende.
Energiewende unter Druck: Zusammenarbeit ist notwendig
Alliander betreibt Energienetze und spielt eine Schlüsselrolle bei der Gewährleistung einer zuverlässigen und nachhaltigen Energieversorgung. Während des Treffens wurde deutlich, wie dringlich die Aufgabe ist. Die Energiewende bringt beispiellose Herausforderungen mit sich, wie Netzüberlastung (das Stromnetz ist ausgelastet), ein explosionsartiges Wachstum der Stromnachfrage sowie einen Mangel an Fachkräften. Durch die rasche Umstellung auf Nachhaltigkeit, das Wirtschaftswachstum, die Digitalisierung und den Wohnungsbau erreicht die Stromnachfrage Spitzenwerte. Gelderland ist auf der Netzüberlastungskarte mittlerweile dunkelrot eingefärbt. Dies wirkt sich unmittelbar auf die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohnungsbau aus.
Die Dringlichkeit ist hoch: Nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Bildungseinrichtungen, Netzbetreibern und der Wirtschaft kann das Stromnetz zukunftssicher gemacht und können die Klimaziele erreicht werden.
Talentplan Energie
Renate Bouwman, Arbeitsmarktstrategin bei The Economic Board, stellte dem Vorstand den „Talentplan Energy“ vor. Denn die Energiewende erfordert nicht nur technologische Innovationen, sondern auch ausreichend gut ausgebildete Fachkräfte. In der Region Arnheim-Nimwegen (Lifeport) sind etwa 1,7-mal so viele Menschen im Energiesektor beschäftigt wie im landesweiten Durchschnitt – und die Nachfrage wächst. Es wird erwartet, dass in den kommenden zehn Jahren etwa 15.000 neue Arbeitsplätze entstehen, einschließlich des Ersatzbedarfs.
Um dieser Herausforderung zu begegnen, entwickelt The Economic Board gemeinsam mit unter anderem Connectr und SEECE einen regionalen Talentplan. Dieser Plan erfasst bestehende Initiativen, bündelt Kräfte und setzt auf die Ausbildung, Weiterbildung und Gewinnung von Talenten. Von hochqualifizierten Energie-Innovatoren bis hin zu praktisch ausgebildeten Monteuren und Installateuren: Die gesamte Kette wird benötigt. Das Board betrachtet diesen Plan als einen wichtigen Schritt, um die Lifeport-Region als den Ort für Arbeit, Lernen und Innovation im Energiesektor zu etablieren – und gab wertvolle Anhaltspunkte für die weitere Ausarbeitung mit auf den Weg.
Cluster Gesundheit & Hightech
Bas Doets, Programmmanager bei Briskr, stellte das Ziel vor, das regionale Ökosystem für Health & High Tech weiter zu stärken. Lifeport Regio Arnhem Nijmegen ist bereits ein führender Innovationsstandort mit starken Clustern in den Bereichen Digital Health, Neurotechnologie, Arzneimittelentwicklung und Halbleiter. Briskr vernetzt Start-ups, Scale-ups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen und beschleunigt Innovationen, die zu gesellschaftlichen Wandlungsprozessen und einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung beitragen.
Diese Cluster fügen sich nahtlos in die nationalen wie auch europäischen Wirtschaftsagenden ein und berühren Themen wie Ernährung, KI, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Durch gemeinsame Investitionen in diese Ökosysteme stärken wir nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern auch den allgemeinen Wohlstand in der Region.
Die Vorstandsmitglieder diskutierten über die Rolle des Economic Board bei der Förderung und Unterstützung dieser Clusterentwicklung. Die gemeinsame Erkenntnis: Indem wir als „Triple Helix“ weiterhin in strategische Zusammenarbeit investieren, stärken wir die internationale Position von Lifeport und bauen eine Region auf, die für die Zukunft gerüstet ist.


