Zukunftssichere Gewerbegebiete: Gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft arbeiten
Im Rahmen des „Regio Deal Gezonde Groene Groei“ läuft das Projekt „Zukunftssichere Gewerbegebiete“. Das Projekt unterstützt Unternehmen und Gewerbegebiete bei Fragen rund um die Energiewende, Klimaanpassung, Kreislaufwirtschaft, Wassernutzung, nachhaltiges Bauen, Mobilität und die Schaffung gesunder, sicherer Arbeitsumgebungen.
Ein gemeinsamer Ansatz
Im Rahmen der „Regio Deals“ arbeiten der Staat und die Regionen gemeinsam an gesellschaftlichen Herausforderungen. Der Staat stellt Fördermittel zur Verfügung, während die Provinzen für die finanzielle Abwicklung zuständig sind. Im Rahmen des Projekts „Zukunftssichere Gewerbegebiete Arnheim-Nimwegen“ übernimmt VNO-NCW Midden die Rolle des federführenden Partners.
Als federführender Partner koordiniert VNO-NCW Midden den gemeinsamen Förderantrag und unterstützt die verschiedenen Projektleiter. Mittlerweile sind vierzehn Projekte in einem einzigen regionalen Antrag zusammengefasst. Diese Vorgehensweise gewährleistet einen einzigen Ansprechpartner gegenüber der Provinz, einen übersichtlichen Geldfluss und zentrale Unterstützung unter anderem bei der Kommunikation, der Zusammenarbeit und der Einhaltung von Vorschriften, wie beispielsweise den Bestimmungen zur staatlichen Beihilfe.
Verschiedene Welten miteinander verbinden
Die nachhaltige Gestaltung von Gewerbegebieten erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Behörden, Forschungseinrichtungen, Unternehmer und technische Experten arbeiten jeweils auf der Grundlage ihrer eigenen Fachkenntnisse, Arbeitsweisen und in ihrem eigenen Tempo. Gerade die Verknüpfung dieser unterschiedlichen Perspektiven ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung von Projekten.
Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine gute Organisation in den Gewerbegebieten. Nur wenn sich die Unternehmer organisiert haben, können gemeinsame Projekte zur Verbesserung der Nachhaltigkeit effektiv in Angriff genommen werden. In vielen Gewerbegebieten befindet sich diese Organisation noch im Aufbau.
Daher konzentriert sich das Projekt nicht nur auf technische Lösungen, sondern auch auf die Stärkung des Organisationsgrades. Dies geschieht unter anderem durch Aufklärung, die Förderung und Begleitung von Vorreitern, die Vorbereitung gemeinsamer Projekte und den Austausch von Wissen über Nachhaltigkeit.
Komplexe Fragen der Nachhaltigkeit
Die Umstellung von Gewerbegebieten auf nachhaltige Energieversorgung ist oft komplex. Ein Unternehmen, das auf Strom umsteigen oder Energie erzeugen möchte, sieht sich mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Dazu gehören Netzüberlastung, die Eignung von Dächern für Solaranlagen, das Vorhandensein von Energieinfrastruktur, die Zusammenarbeit mit benachbarten Unternehmen und Möglichkeiten zur Windenergiegewinnung.
Gerade weil all diese Faktoren zusammenkommen, ist eine koordinierende Rolle erforderlich, um Projekte voranzubringen. Vielen Unternehmern fehlen die Zeit, das Wissen oder die Mittel, um solche Vorhaben eigenständig zu organisieren. Ein gemeinsamer Ansatz trägt dazu bei, Projekte realisierbar und finanzierbar zu machen.

Unterstützung durch das regionale Expertenteam Energie
Ein wichtiger Partner bei diesem Ansatz ist das Regionale Expertenteam Energie (REE). Diese öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Grünen Metropolregion Arnheim-Nimwegen und VNO-NCW Midden unterstützt Unternehmen und Organisationen bei Energiefragen.
Das REE hilft Unternehmern dabei, zuverlässiges Fachwissen zu finden, und bietet Unterstützung bei individuellen wie auch kollektiven Nachhaltigkeitsprojekten. Die angeschlossenen Experten werden sorgfältig nach Qualität, Zertifizierung und Professionalität ausgewählt.
Während das REE anfangs vor allem kleinere Unternehmen unterstützte, wird mittlerweile auch zunehmend Beratung bei größeren gebietsbezogenen Projekten geleistet, wie beispielsweise gemeinsamen Initiativen zur Nachhaltigkeit in Gewerbegebieten oder kommunalen Solardachprojekten. Dank des „Regio-Deals“ wurde diese Unterstützung weiter ausgebaut.
Öffentlich-private Partnerschaften als Beschleuniger
Die nachhaltige Gestaltung von Gewerbegebieten erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Wirtschaft und Forschungseinrichtungen. Öffentliche Akteure verfügen über politische Instrumente und Fördermöglichkeiten, während Unternehmer die Investitionen und die Umsetzung übernehmen. Durch die Bündelung dieser Kräfte können Projekte realisiert werden, die einzeln nur schwer auf den Weg gebracht werden könnten.
Zudem wird Nachhaltigkeit zunehmend zu einem festen Bestandteil der normalen Unternehmensführung. Unternehmer wägen ständig zwischen Investitionen in Wachstum, Personal und Nachhaltigkeit ab. Deshalb ist es wichtig, dass nachhaltige Lösungen nicht nur zu gesellschaftlichen Zielen beitragen, sondern auch wirtschaftlich tragfähig sind.
Vom Plan zur Umsetzung
Nachhaltigkeitsprojekte haben oft eine lange Durchlaufzeit. Die Entwicklung von Plänen, die Organisation der Zusammenarbeit, die Einhaltung von Vorschriften und die Beschaffung von Finanzmitteln erfordern Durchhaltevermögen von allen beteiligten Parteien.
Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind und Projekte tatsächlich anlaufen können, stellt dies einen wichtigen Meilenstein dar. Dann können Aufträge vergeben, Investitionen getätigt und den Initiatoren die Mittel zur Verfügung gestellt werden, um ihre Pläne tatsächlich umzusetzen. Damit wird der Grundstein für zukunftsfähige Gewerbegebiete gelegt, die zu einer nachhaltigen und wirtschaftlich starken Region beitragen.


