Für ehrgeizige Unternehmen, die wachsen wollen, können Zuschüsse, Finanzierungen, Darlehen, Förderprogramme oder -maßnahmen den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. Wie in jedem Quartal stellen wir fünf neue Möglichkeiten vor.
Erdgasfrei
Unternehmer oder Endnutzer, die in eine Innovation investieren, die dazu beiträgt, Wohnungen, Stadtteile, Wohngebäude und Nutzgebäude von Erdgas unabhängig zu machen, können Fördermittel aus dem Förderprogramm „Demonstration von Energie- und Klimainnovationen“ (DEI+) beantragen. Dies ist möglich, wenn sie das Projekt allein durchführen, aber auch, wenn sie beispielsweise mit dem Anbieter der Innovation zusammenarbeiten. Das zentrale Ziel der niederländischen Regierung ist es, jährlich 30.000 bis 50.000 bestehende Wohnungen von Erdgas unabhängig zu machen.
Insgesamt stehen 9 Millionen Euro zur Verfügung. Fördermittel können bis zum 31. August, 17:00 Uhr, beantragt werden. Die Förderung ist für bauliche und anlagentechnische Maßnahmen sowie für die Vorbereitung von Wohnungen auf den Anschluss an eine nachhaltige Alternative, wie beispielsweise Strom aus Solar- und/oder Windenergie, bestimmt.
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Zirkuläre Pläne
Der Polestar Capital Circular Debt Fund (PCDF) soll dafür sorgen, dass innovative, kreislaufwirtschaftliche Projekte nicht länger scheitern, weil keine Finanzierung gefunden wird. Um für ein Darlehen in Frage zu kommen, muss ein Unternehmen nachweisen, dass es einen Abfallstrom erheblich reduzieren kann, dass es eine biobasierte Variante eines Rohstoffs herstellt oder dass das neue Produkt die CO₂-Emissionen senkt, wie Reinier van der Vusse, Experte für Kreislaufwirtschaft bei Polestar Capital, kürzlich in einem Interview erklärte. Zudem wird das Potenzial für eine weltweite Skalierung geprüft.
Der Fonds richtet sich vor allem an Unternehmen, die etwas bewirken wollen und können, aber noch nicht groß genug sind, um sich an Banken zu wenden. Der Fonds bietet lösungsorientierte Finanzierungen an.
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Bürgschaft
Die Regierung verlängert die Bürgschaftsregelung für KMU-Kredite (BMKB) um vier Jahre bis zum 1. Juli 2027. Im Rahmen dieser Regelung bürgt das Wirtschaftsministerium für einen Teil des Darlehens, wodurch grundsätzlich solide Unternehmer leichter Kredite aufnehmen können.
Die BMKB besteht bereits seit über 100 Jahren. Unternehmer können sich für diese Regelung an Kreditgeber wie Banken und alternative Finanzierer wenden. Seit November 2022 gibt es auch einen „grünen Teil“ dieser Regelung. Diese BMKB-Groen soll Unternehmern dabei helfen, ihr Unternehmen nachhaltiger zu gestalten. Das Darlehen kann beispielsweise für die Anschaffung eines Elektroofens oder die nachhaltige Umgestaltung der Geschäftsräume verwendet werden.
Erfahren Sie mehr über die Bürgschaft.
Nachhaltigkeit
Mit der Förderregelung zur Nachhaltigkeit in KMU (SVM) können KMU-Unternehmer ihr Unternehmen nachhaltiger gestalten. Anträge können bis einschließlich 30. September gestellt werden. Insgesamt steht ein Budget von 14,4 Millionen Euro zur Verfügung.
Mit der SVM können KMU-Unternehmer eine Erstattung für die Beauftragung eines Energieberaters erhalten, der sie individuell berät und bei der Umsetzung der Maßnahmen unterstützt. In der Energieberatung wird dargelegt, welche energie- und CO₂-sparenden Maßnahmen möglich sind und welche Investitionen dafür erforderlich sind. Dabei geht es um Empfehlungen sowohl zur ökologischen Umgestaltung der Betriebsgebäude als auch zur Betriebsführung.
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Deutsch-Niederländisch
Das Interreg-VI-Programm Deutschland-Niederlande verfügt seit Anfang dieses Jahres über einen Kleinprojektfonds in den Bereichen Bildung, Governance, Gesundheit und zwischenmenschliche Beziehungen. Der Fonds ist für deutsch-niederländische Bürgerprojekte und Kleinprojekte bestimmt, wie beispielsweise den Austausch zwischen Schulen, die Förderung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Einrichtungen und Behörden, den Austausch und die Vernetzung von Gesundheitsdiensten oder bürgernahe Kooperationen.
Projektanträge können ohne Frist unter anderem von Gemeinden, kommunalen Organisationen, Vereinen, Gesellschaften und Personen, die ein Unternehmen führen, eingereicht werden. Es werden ausschließlich Projekte gefördert, bei denen deutsche und niederländische Partner zusammenarbeiten. Die maximale Förderhöhe beträgt 25.000 Euro.
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