Warum sich Lifeport Region Arnheim-Nimwegen für einen gemeinsamen Ansatz bei der Talentförderung entscheidet
Talent kennt keine Branchengrenzen. Davon sind Marloes van Haren-Bardoel, Managerin bei Junior Technovium, Suzanne Caspers, Leiterin von „Human Capital Akkoord“, und Klaar Vernaillen, Programmmanagerin des „Lifeport Semicon Talentplan“, überzeugt. Wer heute ein Kind für Technologie begeistert, weiß schließlich noch nicht, ob dieses Talent später im Bereich „Energy“, „Health“ oder „High Tech“ landen wird. Genau aus diesem Grund entscheiden sich Bildungseinrichtungen, Unternehmer und Behörden in der Lifeport-Region Arnheim-Nimwegen für einen gemeinsamen Ansatz: nicht für einen einzelnen Sektor auszubilden, sondern gemeinsam einen breiten regionalen Talentpool aufzubauen, von dem alle innovativen Branchen profitieren.

Klaar Vernaillen, Suzanne Caspers und Marloes van Haren-Bardoel
Früh gelernt, umfassend entwickelt
Laut Marloes van Haren-Bardoel sollten Kinder bereits in jungen Jahren die Chance erhalten, ihre Talente zu entdecken. Bei Junior Technovium setzen sich die Schüler unter Anleitung erfahrener Lehrkräfte selbst mit Technologie auseinander. Sie bearbeiten echte Aufgaben, lernen zusammenzuarbeiten und entdecken, dass Technologie viel mehr ist als nur ein Schulfach. Nach dem Sommer eröffnet das Junior Technovium in Groesbeek einen neuen Standort für Schulen aus der Gemeinde Berg en Dal, an dem Schüler unter anderem mit 3D-Druckern, Laserschneidern und anderen Techniken experimentieren können. Zusammen mit den bestehenden Standorten in Nijmegen und Wijchen bildet dies eine solide Grundlage für den Technikunterricht und die Talentförderung in der Region.
Verteilt auf diese drei Standorte lernen jährlich insgesamt rund 15.000 Schüler diese praxisorientierte Lernmethode kennen. Damit erreichen wir ganz bewusst alle Kinder, insbesondere auch Mädchen und Jugendliche, die von Haus aus weniger schnell mit Technologie in Berührung kommen. Es ist unsere Mission, ihnen dabei zu helfen, ihre eigenen Talente und Fähigkeiten zu entdecken. Durch Experimentieren erfahren sie selbst, wo ihre Stärken liegen. Schließlich ist der technische Sektor heutzutage so breit gefächert, dass es für jedes Talent einen Platz gibt, an dem diese Qualitäten perfekt zur Geltung kommen.
Das entdecken junge Menschen übrigens nicht nur im Unterricht. In unserer Region sind Initiativen wie „High Tech Tea“, die „Techniktage“ und der „Kinder- und Jugendplatz“ während der Vierdaagsefeesten wichtig, um nicht nur jungen Menschen, sondern auch ihren Eltern ein realistischeres Bild von Technologie und den Möglichkeiten zu vermitteln, die die Branche bietet. Laut Klaar Vernaillen spielen Eltern eine wichtige Rolle bei der Studien- und Berufswahl ihrer Kinder. Indem Vorurteile abgebaut werden und Kinder schon in jungen Jahren mit Technologie und innovativen Unternehmen in Kontakt kommen, wächst ihr Interesse an technischen Ausbildungsgängen. So tragen diese Initiativen nicht nur zu einem größeren Zustrom an technischen Talenten bei, sondern auch dazu, Talente für die Lifeport-Region zu halten.

Bildnachweis: Junior Technovium
Gemeinsam einen gemeinsamen Talentpool aufbauen
Anstatt um Talente zu konkurrieren, setzen die drei Sektoren auf eine gemeinsame Talentförderung. Suzanne Caspers betont, dass die Bereiche Energie, Gesundheit und Hightech letztendlich alle auf dieselben Talente angewiesen sind.
„Ein zwölfjähriger Schüler weiß schließlich noch nicht, in welcher Branche er oder sie später arbeiten möchte. Deshalb ist es wichtig, nicht nur für eine bestimmte Branche auszubilden, sondern gemeinsam in einen breiten Talentpool zu investieren. Auf dieser Grundlage können junge Menschen später selbst entscheiden, welcher Weg am besten zu ihnen passt. So profitieren alle Branchen von einem starken Zustrom an Talenten.“
Dieser gemeinsame Ansatz passt nahtlos zu den Zielen des „Human Capital Akkoord 2.0“, in dessen Rahmen Bildungseinrichtungen, Behörden und Unternehmer ihre Kräfte bündeln, um den Arbeitsmarkt der Zukunft zu stärken. Durch gemeinsame Investitionen in die Talentförderung entsteht ein starker Talentpool, von dem alle Branchen und die Lifeport-Region als Ganzes profitieren.
Bildung und Wirtschaft als Partner
Unternehmen spielen dabei laut Marloes, Suzanne und Klaar eine weitaus größere Rolle als nur das Anbieten von Praktika. Sie sehen zahlreiche Möglichkeiten, Unternehmer bereits früher in den Bildungsbereich einzubinden, beispielsweise durch Gastvorträge oder das Anbieten von Praxisaufgaben. So lernen Schüler bereits in jungen Jahren die Praxis kennen – und die Menschen hinter der Technologie.
Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um die großen, bekannten Arbeitgeber. Gerade die vielen kleinen und mittleren Unternehmen in der Region verfügen über innovatives Wissen und bieten anspruchsvolle Karrieremöglichkeiten. Indem auch sie sichtbar gemacht werden, entdecken junge Menschen, wie vielfältig die Welt der Technologie eigentlich ist. Gleichzeitig bietet diese Zusammenarbeit mittelständischen Unternehmen die Chance, schon frühzeitig zu zeigen, an welchen innovativen Projekten sie arbeiten und welche Karrieremöglichkeiten sie bieten.
Mariënberg Kids und Jongerenplein während der Vierdaagsefeesten 2026
Talent kennt keine Branchengrenzen
Für die kommenden fünf bis zehn Jahre haben die drei ein klares Ziel vor Augen. Sie möchten, dass eine Kultur entsteht, in der Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Behörden selbstverständlich gemeinsam an der Talentförderung arbeiten. So können sich mehr junge Menschen für eine technische Ausbildung entscheiden und anschließend beschließen, ihre Karriere in der Region aufzubauen.
So entsteht ein breiter Talentpool, der Unternehmen in unterschiedlichen Branchen mit den Fachkräften versorgt, die sie benötigen. Letztendlich wird die Zukunft der Lifeport-Region Arnheim-Nimwegen nicht davon bestimmt, welcher Sektor die meisten Talente anzieht, sondern davon, wie gut es der Region gelingt, Talente gemeinsam zu fördern, zu halten und ihnen Perspektiven zu bieten.
Denn Talent kennt keine Branchengrenzen.
Möchten Sie selbst einen Beitrag zum Talentpool von morgen leisten?
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