Mitarbeiter der Provinz Gelderland, des Economic Board und der Green Metropolitan Region statteten dem innovativen Rijnstate-Krankenhaus in Elst kürzlich einen gemeinsamen Arbeitsbesuch ab. Während der Präsentation durch den Projektleiter Jan Pereboom erhielten wir einen Einblick in die einzigartige Art und Weise, wie dieses Krankenhaus Nachhaltigkeit konkret umsetzt.
Wie funktioniert Wasserstoff bei Rijnstate Elst?
Rijnstate Elst ist der einzige Ort in den Niederlanden, an dem Wasserstoff in diesem Umfang und auf diese Weise im Gesundheitswesen eingesetzt wird. Ein Feld voller Sonnenkollektoren neben dem Gebäude erzeugt Strom. Wenn mehr Strom erzeugt wird als benötigt, wird er durch Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt. Dieser Wasserstoff wird gespeichert und in Zeiten höheren Energiebedarfs wieder in Strom und Wärme umgewandelt. Auf diese Weise wird der erzeugte Solarstrom maximal genutzt, was zu erheblichen Kohlenstoffeinsparungen führt.
Warum hat sich Rijnstate für diesen innovativen Ansatz entschieden?
Der Green Deal 'Sustainable Care' war der Ausgangspunkt. Der Bau der neuen Einrichtung in Elst bot die einmalige Gelegenheit, Nachhaltigkeitsziele von Anfang an zu berücksichtigen. Das Ergebnis: ein Krankenhaus, das Nachhaltigkeit nicht nur anstrebt, sondern auch erlebbar macht. Außerdem stärkt es die Position von Rijnstate als führendes Unternehmen im Bereich der nachhaltigen Pflege.
Was ist das Besondere an diesem Projekt?
Die Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaus, dem Technologiepartner PowiDian Energy und dem Umweltamt der Region Arnheim (ODRA) wird einstimmig als sehr erfolgreich bezeichnet. ODRA spielte durch seine proaktive Mitwirkung eine wichtige Rolle. Auch der verfügbare Platz auf dem Gelände bot Vorteile: Durch die Speicherung von Wasserstoff unter niedrigem Druck bleiben Kosten und Sicherheitsmaßnahmen überschaubar.
Die Anlage läuft ordnungsgemäß, auch wenn die Arbeit noch nicht abgeschlossen ist. Der aktuelle Energiebedarf erweist sich als höher als ursprünglich angenommen, was eine weitere Optimierung der Systemkonfiguration erfordert. Die Überwachung und intelligente Steuerung des Energieverbrauchs sind daher die nächsten Schritte. Zudem wird geprüft, ob eine Energieverteilung an die Umgebung möglich ist.
Wird es nach diesem Besuch eine Fortsetzung geben?
Das Economic Board und die „Groene Metropoolregio“ haben sich zum Thema Wasserstoff ausgetauscht. Einer der Anlässe war eine Anfrage des politischen Auftraggebers des Schwerpunktbereichs „Energiewende“: Was tut sich in unserer Region rund um das Thema Wasserstoff, und sollten bzw. könnten wir als Entscheidungsträger hier mehr unternehmen? Dies werden wir untersuchen.
Es zeigt sich, dass bereits viel Wissen vorhanden ist – bei der Provinz, dem Economic Board und der Grünen Metropolregion. In Kürze wird das Thema Wasserstoff wieder auf die Tagesordnung der Beratungen zum Schwerpunkt „Energiewende“ gesetzt. Gemeinsam werden wir untersuchen, welche nächsten Schritte notwendig und wünschenswert sind. Fortsetzung folgt!
Dieser Artikel erschien zuvor auf: gmr.nl


