Die neue Tagesklinik Rijnstate Elst ist klimaneutral und damit einzigartig in Europa. Zur Energieerzeugung nutzt es Solarmodule und Wasserstoff. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum der Begriff „Krankenhaus der Zukunft“ so oft zu hören ist, wie aus einem Gespräch mit Hans Schoo und Marcel Spanier hervorgeht.
Mit einem Gongschlag weihte das Krankenhaus am 26. Juni die neue Rijnstate-Anlage in Elst ein. Ein symbolischer und mit Spannung erwarteter Moment. Die Niederlassung ersetzt zwei andere Standorte: Velp und Arnheim-Zuid. Dort finden jetzt noch einige letzte Aktivitäten statt, die in naher Zukunft alle nach Elst umziehen werden.
Mit einem Gongschlag weihte das Krankenhaus am 26. Juni die neue Rijnstate-Anlage in Elst ein. Ein symbolischer und mit Spannung erwarteter Moment. Die Niederlassung ersetzt zwei andere Standorte: Velp und Arnheim-Zuid. Dort finden jetzt noch einige letzte Aktivitäten statt, die in naher Zukunft alle nach Elst umziehen werden.Weniger Meter, gleiche Versorgung
„Das Gebäude in Velp ist alt, was viele zusätzliche Kosten verursacht. Auch das Gebäude in Arnheim-Süd hat Nachteile. Es war eigentlich nicht so gut für die medizinische Versorgung geeignet“, erklärt Hans Schoo. Er ist Mitglied des Vorstands von Rijnstate, wobei unter anderem der Bereich Bauwesen in sein Ressort fällt.“„Zudem gibt es im Süden unseres Einzugsgebiets ein starkes Bevölkerungswachstum, während wir dort bisher noch nicht vertreten waren“, fährt er fort. „Durch den Neubau ist unser Immobilienportfolio wieder zukunftsfähig. Wir gehen von 26.000 Quadratmetern in Velp und Arnheim-Süd (insgesamt, Anm. d. Red.) auf 12.500 Quadratmeter in Elst über. Dadurch sinken die Kosten, während wir weiterhin denselben Umfang an medizinischer Versorgung bieten.“Wichtige Fachgruppen, die zuvor in Velp ansässig waren, sind nun in Elst tätig, erklärt Marcel Spanier. Er ist Gastroenterologe und Vorstandsmitglied der Genossenschaft „Medisch Specialisten Rijnstate“. Auch er ist für den Bereich Bau zuständig. „Die Dermatologen, Schmerzspezialisten, Augenärzte und alle Mitarbeiter von Vitalys, der Klinik für Adipositas, sind nun vollständig in Elst angesiedelt. Einige Fachärzte haben dort ihren Hauptsitz, und alle anderen können dort arbeiten.“ Schoo: „Es ist ein multifunktionales und multidisziplinäres Krankenhaus. Elst ist eine wunderbare Ergänzung zu unserem Standort in Zevenaar, der vor allem planbare Versorgung bietet, und zu dem in Arnheim-Nord, wo viele Notfälle und Eingriffe behandelt werden.“Mit Stolz
Der Begriff „Krankenhaus der Zukunft“ ist seit der Inbetriebnahme in aller Munde. Grund dafür sind hochmoderne Geräte, wie beispielsweise ein spezieller CT-Scanner für schnelle Herzuntersuchungen, und vor allem der nachhaltige Charakter des Hauses. Schoo: „Ein solches neues Gebäude errichtet man für mindestens dreißig oder vierzig Jahre. Für uns war es der richtige Zeitpunkt, dies von Anfang an ganz nachhaltig zu gestalten.“ Spanier: „Das Gesundheitswesen ist für sieben Prozent der CO₂-Emissionen verantwortlich, und dessen sind wir uns bewusst. Das war eine großartige Gelegenheit, es richtig anzugehen. Wir sind sehr stolz auf das Ergebnis.“ Rijnstate Elst ist nämlich das erste klimaneutrale Krankenhaus in Europa. Dafür wurden mehrere Innovationen umgesetzt. Schoo: „Wir sind ein vollelektrisches Krankenhaus: Es gibt keine Gasleitung. Sechzig Prozent des Stroms, den wir für Heizung, Kühlung und alle Geräte benötigen, erzeugen wir mit Solarmodulen. Das sind insgesamt 2.300 Quadratmeter. Wir nutzen Wasserstoff, um die überschüssige Energie zu speichern. Dafür stehen zwei große Tanks auf dem Gelände. Wenn die Sonne nicht scheint, nutzen wir diese Energie. Ein ausgeklügeltes System bestimmt außerdem genau, wann wir den Energieversorger benötigen.“


