Was möchtest du später einmal werden? Für viele Kinder und Jugendliche beginnt die Antwort auf diese Frage mit Neugier – damit, herauszufinden, wo die eigenen Interessen liegen und wofür man Talent hat. Genau diese Neugier steht im Mittelpunkt des „Mariënburg Kids & Jongerenplein“ während der Vierdaagsefeesten 2026. Von Samstag, dem 18., bis einschließlich Donnerstag, dem 23. Juli, verwandelt sich der Mariënburgplein in Nimwegen in einen Ort, an dem Entdecken, Lernen und Erleben Hand in Hand gehen.
Der Kinder- und Jugendplatz ist weit mehr als nur eine Ansammlung von Aktivitäten. Es handelt sich um eine Kooperation von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Kulturorganisationen und Wissenspartnern aus der Lifeport-Region Arnheim-Nimwegen, die gemeinsam zeigen, wie inspirierend die Welt der Bildung, Forschung, Kultur, Gesundheit, Geschichte, Sport, Technik, Wissenschaft und Innovationen sein kann.
„Es geht nicht nur ums Feiern, sondern auch darum, Dinge zu lernen und zu erleben“, erklärt Projektleiterin Miriam Heijmerink von der Radboud-Universität. „Wir möchten Kindern und Jugendlichen zeigen, was in unserer Region alles passiert, und sie dazu inspirieren, ihre Talente zu entdecken.“

Miriam Heijmerink
Vom Zahnarzt bis zum Astronauten
Von Samstag bis einschließlich Dienstag steht der Platz ganz im Zeichen der Kinder im Alter von etwa 3 bis 12 Jahren. Auf der „Kids-Bühne“ sorgen unter anderem die Bibliothek Gelderland Zuid, LUX, das Haus der Nijmegener Geschichte und das Regionalarchiv Nijmegen für ein Programm voller Geschichten, Musik, Theater und Begegnungen. Kinder können sich Vorlesegeschichten anhören, mitsingen und tanzen, Aufführungen anschauen und sich sogar mit Dikkie Dik fotografieren lassen.
Gleichzeitig können sie im „Kids Lab“ selbst mit Wissenschaft und Technik experimentieren. Dort entdecken sie spielerisch, wie die Schwerkraft funktioniert, bauen eine Rakete, stellen eine Obstbatterie her oder schlüpfen in der „Radboudumc-Zahnwerkstatt“ in die Rolle eines Zahnarztes. Hier fühlen sich Kinder wie echte Zahnärzte und lernen alles über ihre Zähne.
Ein besonderes Highlight ist der Besuch des Astronauten André Kuipers am Dienstag, dem 21. Juli. Er berichtet von seinen Erfahrungen im Weltraum und beantwortet Fragen neugieriger Kinder. Anschließend können die jungen Besucher selbst Hand anlegen und Raketen bauen. Am Dienstag, im Rahmen des Programms mit Astronaut André Kuipers und dem Bau einer eigenen Rakete, kommt dieser Mehrwert besonders gut zum Tragen. Bühne und Labor verstärken sich dabei bewusst gegenseitig: Die Kinder hören sich auf der Bühne die Geschichte an und machen sich im Labor – entweder vorher oder nachher – selbst daran, ihre eigene Rakete zu bauen. Dieses Beispiel zeigt sehr gut, was eine gemeinsame Programmgestaltung bewirken kann.
Auch die gemeinsame Werbung für das Angebot des Mariënburgplein erweist sich als guter Schachzug. Daphne van den Bogaard, die an der Kommunikation rund um den Platz beteiligt ist, berichtet: „Mit einer gemeinsamen Pressemitteilung wenden wir uns als Kollektiv an die lokalen Medien und informieren relevante Organisationen, wie beispielsweise Schulen in Nijmegen, über den pädagogischen Charakter der Aktivitäten auf dem Platz. Es ist schön zu sehen, dass Medien und andere Akteure dem Thema Aufmerksamkeit schenken, wie beispielsweise die ‚4Daagse Nieuws‘ von De Brug Nijmegen. Auf diese Weise lernt ein noch breiteres Publikum das Programm kennen.“

Marienburgplein Kids Lab
Raum für Jugendliche
Das Programm richtet sich in diesem Jahr stärker an Jugendliche. Deshalb heißt es nicht mehr nur „Kidsplein“, sondern „Kinder- und Jugendplatz“. Am Mittwoch, dem 22., und Donnerstag, dem 23. Juli, gibt es verschiedene Aktivitäten für Jugendliche ab etwa 12 Jahren. Beim „Rosa Mittwoch Jong!“ stehen Begegnung, Kreativität und Inklusion im Mittelpunkt. Am Donnerstag können Jugendliche am Stand der HAN University of Applied Sciences Exergaming (Bewegung und Gaming), Virtual Reality, Technik-Workshops, Sportaktivitäten und den „ADHD Escape“ des Donders Institute und des Radboudumc kennenlernen.
Innovation auf dem Platz
Neu in diesem Jahr ist auch, dass sich weitere Partner dem Platz angeschlossen haben, insbesondere Unternehmen. Das stärkt die Zusammenarbeit in der Region noch weiter: Im Rahmen der „Triple Helix“ – in der Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Stiftungen und Behörden zusammenarbeiten – schließen sich nun mehr Unternehmen an. So bieten unter anderem Haskoning, Innovate, Modderkolk und GreenKarting am Dienstag ein spannendes Programm an, bei dem Kinder einen Turm aus Spaghetti und Marshmallows bauen und ihr eigenes kleines Kart konstruieren dürfen. Am Donnerstag lassen Unternehmen wie NXP, Nexperia und andere innovative Organisationen aus der Region Sie erleben, wie Technologie in der Praxis angewendet wird.
Ein Platz voller regionaler Zusammenarbeit
Hinter dem Kinder- und Jugendplatz steht eine breit angelegte Zusammenarbeit von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, Wissenspartnern, Unternehmen, Kulturpartnern und Behörden. Sie bündeln ihr Wissen, ihre Kreativität und ihre Fachkompetenz, um Kinder und Jugendliche zu inspirieren und gemeinsam in die Talentförderung, Innovation und die Zukunft der Region zu investieren.
So zeigt der Kinder- und Jugendplatz, wofür die Lifeport-Region steht: Zusammenarbeit in der Region Arnheim-Nimwegen für Innovation mit Wirkung. Das Programm bietet nicht nur Unterhaltung, sondern lässt Kinder und Jugendliche auch entdecken, welche Talente, Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen die Region zu bieten hat. So wird die Stärke der Region für die Generation sichtbar, die ihre Zukunft mitgestalten wird.

Talentförderung in der Lifeport-Region
Der Kinder- und Jugendplatz steht im Einklang mit dem Ziel des „Lifeport Human Capital Akkoord“, Talente zu fördern, anzuziehen und für die Region zu halten. Indem Kinder und Jugendliche schon in jungen Jahren mit Kultur, Geschichte, Wissenschaft, Gesundheit und Technologie in Berührung kommen, entdecken sie, welche Chancen die Region bietet. So entsteht nicht nur Begeisterung für Innovation, sondern auch eine Verbindung zu den Ausbildungsangeboten, Unternehmen und Karrieremöglichkeiten in der Lifeport-Region.
Heijmerink erinnert sich an einen Jungen, der einmal an einem wissenschaftlichen Magneten-Escape-Room auf dem Mariënburg-Kinderplatz teilgenommen hatte. Als er später seinen Preis an der naturwissenschaftlichen Fakultät der Radboud-Universität abholte, schaute er sich verwundert um und sagte: „Jetzt weiß ich es ganz sicher: Ich möchte später Professor werden.“
Solche Momente machen ihrer Meinung nach deutlich, warum es diesen Platz gibt.
„Wenn Kinder hier etwas entdecken, das sie für ihre Zukunft inspiriert, dann haben wir unser Ziel erreicht.“
Kommt vorbei, entdeckt und macht mit!
Während der Vierdaagsefeesten ist der Mariënburg-Kinder- und Jugendplatz der Ort, an dem Kinder und Jugendliche auf spielerische Weise Bildung, Forschung, Kultur, Geschichte, Sport, Technik und Innovationen kennenlernen. Jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken: von Workshops und Experimenten bis hin zu inspirierenden Geschichten und Begegnungen mit Forschern, Unternehmern und Innovatoren.
Neugierig auf das vollständige Programm? Unter vierdaagsefeesten.nl/marienburgplein finden Sie alle Aktivitäten und Zeiten.
Bringen Sie Ihre Kinder mit, lassen Sie die Jugendlichen selbst auf Entdeckungsreise gehen und erleben Sie gemeinsam, was die Lifeport-Region zu bieten hat. Wer weiß, vielleicht kehrt Ihr Kind mit neuen Ideen, einem besonderen Erlebnis oder einer Leidenschaft nach Hause zurück, die seiner Zukunft eine Richtung gibt.


