Wie ein Familienunternehmen aus Leuth Talente entwickelt und den Praktikantenpakt umsetzt
Seit über fünfzig Jahren bauen wir Freiräume und Menschen
Wer bei De Overhaag B.V. in Leuth über das Gelände geht, sieht sofort, dass dies mehr ist als nur ein Gartenbauunternehmen. Seit über fünfzig Jahren gestaltet dieses Familienunternehmen Außenanlagen für Pflegeeinrichtungen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Aber mindestens genauso wichtig: Hier wird an Menschen gearbeitet.
Direktor Ivo Hermsen hat das Unternehmen von seinem Vater übernommen und leitet heute ein engmaschiges Team von 25 bis 35 Mitarbeitern. Gemeinsam arbeiten sie an kompletten Außenanlagen: von der Bepflanzung und Beleuchtung bis zur Entwässerung und Möblierung. Zunehmend mit Blick auf Nachhaltigkeit und Klimaanpassung.
"Für uns geht es nicht nur darum, wie etwas jetzt aussieht", sagt Ivo. "Wir wollen, dass ein Außenbereich auch in zehn oder zwanzig Jahren noch funktioniert. Sowohl für die Natur als auch für die Menschen, die ihn jeden Tag nutzen.
Bei De Overhaag geht es nicht nur darum, gute Arbeit zu leisten, sondern auch darum, sich gut um die Menschen zu kümmern, die diese Arbeit machen, insbesondere um junge Talente, die am Anfang ihrer Laufbahn stehen.

Ivo Hermsen, Eigentümer De Overhaag B.V.
Die Gewinnung junger Talente beginnt mit aufrichtiger Aufmerksamkeit
Während viele Unternehmen nach Wegen suchen, junge Menschen zu erreichen, wählt De Overhaag einen ganz praktischen Ansatz: einfach machen. Das Unternehmen arbeitet intensiv mit Yuverta zusammen und kooperiert darüber hinaus gelegentlich mit regionalen Einrichtungen der praxisorientierten Ausbildung, wie beispielsweise dem Pro College. Außerdem engagiert sich De Overhaag auf Verwaltungsebene bei Bildungseinrichtungen.
Die Mitarbeiter stecken auch selbst Zeit und Energie in die Ausbildung. Projektleiter sind Prüfer, geben praktischen Unterricht und führen gezielte Schulungen durch, wie z. B. Kettensägenkurse. Darüber hinaus ist die Overhaag auf Jobmessen und Veranstaltungen präsent. Ein besonderer Blickfang ist der Werbetrailer, ausgestattet mit VR-Brille und Simulationen. So können junge Menschen erleben, wie es ist, im Grünbereich zu arbeiten.
"Man kann sagen, wie schön der Beruf ist", sagt Ivo, "aber erst wenn junge Menschen ihn erleben, wird er wirklich lebendig."
Auf regionaler Ebene blickt De Overhaag auch über das eigene Unternehmen hinaus. Gemeinsam mit anderen Unternehmern bauen sie ein Netzwerk von mehr als zweihundert Ausbildungsbetrieben auf und setzen sich dafür ein, den Übergang von vmbo zu mbo zu verbessern. Denn davon profitieren letztlich alle.
Manchmal sagt eine Geschichte alles
Dass die Investition in junge Menschen funktioniert, zeigen die Geschichten innerhalb des Unternehmens. So begann beispielsweise ein Schüler einst mit einem Schnupperpraktikum in der Sekundarschule. Er entdeckte sein Interesse für Technik, wurde zu einer mittleren Berufsausbildung geführt und entwickelte sich zum Maschinenschlosser.
"Er arbeitet immer noch hier", sagt Ivo. "Und er ist ganz bei sich. Das ist genau der Grund, warum wir so viel Energie in diese Sache stecken."
Wege wie diese zeigen, was möglich ist, wenn man junge Menschen sieht und ihnen Raum zur Entfaltung gibt.
Auszubildende gehören hierher
Bei De Overhaag sind die Auszubildenden keine Helfer oder Mitläufer. Sie werden voll einbezogen, bekommen Verantwortung übertragen und durchlaufen den gleichen Prozess wie die Festangestellten. Und ja: Dazu gehört auch eine faire Entlohnung.
"Sie arbeiten, sie lernen und sie leisten ihren Beitrag", sagt Ivo. "Dann macht es für mich absolut Sinn, dass man sie auch bezahlt, unabhängig von ihrem Ausbildungsstand."
Diese klare Entscheidung sorgt für motivierte Praktikanten und trägt zur Chancengleichheit bei. Diskriminierung bei Praktika hat so einfach keinen Platz.

Der Praktikantenpakt passt zu dem, was wir bereits sind
Der regionale Praktikantenpakt von Lifeport hat sich vier klare Ziele gesetzt: gute Betreuung, ausreichend Praktikumsplätze, Chancengleichheit und eine faire Vergütung für Praktikanten.
Für De Overhaag fühlt sich das nicht wie etwas Neues an. "Für uns ist das eigentlich ein Kinderspiel", sagt Ivo. "So arbeiten wir schon seit Jahren."
Am 13. April nahm er an der offiziellen Eröffnung und Unterzeichnung des Praktikantenpakts teil. Nicht, weil es so sein muss, sondern weil es zu der Art und Weise passt, wie De Overhaag schon seit langem mit Menschen umgeht. Damit zeigt das Unternehmen, dass es nicht kompliziert sein muss, ein guter Arbeitgeber zu sein.
Gemeinsam die Zukunft der Region gestalten
Die Geschichte von De Overhaag zeigt, dass Investitionen in junge Menschen keine Verpflichtung, sondern eine Chance sind. Wenn man mit der Bildung zusammenarbeitet, die Auszubildenden ernst nimmt und vorausschauend denkt, baut man ein starkes Unternehmen und eine starke Region auf.
Seine Botschaft an andere Unternehmen ist daher klar: Engagieren Sie sich. "Denn wer jungen Menschen echte Chancen gibt, bekommt im Gegenzug Engagement, handwerkliches Geschick und eine Zukunft."
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Der Lifeport-Regionalpakt für Praktika
Der „Regionale Praktikums-Pakt“ ist eine Initiative des„Human Capital Akkoord“ und entstand aus der Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Organisationen und mittlerweile 32 Arbeitgebern in der Region Arnheim–Nimwegen. Gemeinsam gehen sie strukturelle Engpässe im Zusammenhang mit Praktika an. Durch die Bündelung ihrer Kräfte verhindern die Partner, dass die Verantwortung ausschließlich bei den Bildungseinrichtungen oder den Studierenden liegt. Der Pakt setzt sich für ausreichende und passende Praktikumsplätze, eine gute Betreuung, eine faire Vergütung und Chancengleichheit für alle Studierenden ohne Diskriminierung bei der Praktikumsvergabe ein.


