Interview mit Jochem Garthoff und Marieke Butterhoff
Wenn es um die Rolle von Wasserstoff in der Energiewende geht, gibt es in Gelderland viele kluge Köpfe, die Parteien zusammenbringen und Unternehmen beraten. Zwei von ihnen sind Jochem Garthoff (Programmmanager für die Energiewende) und Marieke Butterhoff (Wertschöpferin, Systeminnovatorin und Bürgerunternehmerin). Eva van Otterlo hat sie über die Wasserstoffentwicklung in unserer Region befragt.
Text: Eva van Otterlo
Beide sind intrinsisch motiviert. Jochem entdeckte den Indianer in sich während einer Woche auf dem schwedischen Land. Er schlief in einem Zelt und lebte minimalistisch: "Wir sollten mit dem, was da ist, sparsam umgehen, nur das nutzen, was wir brauchen, und den Rest in Ruhe lassen, damit sich die Erde erholen kann." Marieke sagt, sie habe früher "Eiszeitungen aufgesammelt, damit sie nicht in der Natur landen. Soziales Engagement liegt mir im Blut."
Seine eigene Sicht der Energiewende
Jochem sieht die Energiewende als „eine der größten Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft, aber wenn wir diese bewältigt haben, sind wir noch nicht am Ziel. Neben den bereits bestehenden Migrationsproblemen werden große Umbrüche stattfinden. So wird beispielsweise der Bedarf an seltenen Metallen steigen, da diese nun einmal in den Innovationen für unser grünes Energiesystem verwendet werden. Die Anlagen zur Wasserstofferzeugung benötigen beispielsweise seltene Metalle wie Palladium und Iridium. Wir haben keine Minen in Europa – diese befinden sich vor allem in Afrika, und die Chinesen haben das schon seit längerem im Blick.“ Marieke nutzt die Energiewende – bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten – als Anstoß, um anders zu denken. „Auf meiner Suche nach Lösungen begegne ich viel positiver Energie und Tatkraft. Wir wollen die Erde an die nächsten Generationen weitergeben, jeder Beitrag ist wichtig. Das bietet enorme Chancen für Unternehmer. Es braucht Initiativen, es muss noch viel entwickelt werden. Die Menschen wollen gerne etwas tun, wissen aber oft nicht, wie. Der Economic Board und kiEMT unterstützen dabei, Kontakte zu knüpfen und Prozesse zu beschleunigen; bei Connectr kann man sich für spezifische Anwendungen und deren Erprobung anwenden. Zusammenarbeit, Innovation und Wissensaustausch sind Schlüsselbegriffe.“
Was geschieht in unserer Region?
Marieke: "In den Niederlanden besteht der Energiemix aus 20 % Strom und 80 % Gas. Dieses Verhältnis wird sich in den nächsten 10 bis 15 Jahren fast vollständig umkehren. Bald wird der Energiemix zu 70 % aus Strom und zu 30 % aus Wärme und Gas (hauptsächlich Wasserstoff, Erdgas wird verschwinden) bestehen." Wir erzeugen den meisten Strom mit Sonnen- und Windenergie, Wasserstoff spielt jetzt noch eine kleine Rolle, aber das wird sich sicher ändern. Jochem: "Wir befinden uns in einer Zwischenphase und im Osten der Niederlande arbeiten wir hauptsächlich an Forschung und Entwicklung, denken Sie an die Verbesserung der Speichertechnologie, die Produktion von Elektrolyseuren und Brennstoffzellen. Investieren, entwickeln, testen, weiter suchen, umdenken, zusammenarbeiten, das ist es, was wir tun. Es gibt viel Neues, viel zu erfinden."
Smart Energy Hub
Um innovativ zu sein, Produktionsprozesse umweltfreundlicher zu gestalten oder eine Wasserstoffwirtschaft zu schaffen, sind Schritte erforderlich; das geht nicht von heute auf morgen. Marieke arbeitet mit den Unternehmen des TPN West zusammen, um sie nachhaltiger zu machen. Es wird einen Smart Energy Hub geben, in dem sie Energiebedarf und -angebot intelligent koordinieren und Energie speichern. Habt ihr zu viel Wärme? Wir haben zu wenig!' Eine Einspeisung in das Netz ist nicht immer möglich, dann kann man sich gegenseitig helfen. "Wasserstoff wird dabei eine Rolle spielen, sei es als Speicher für erzeugte Energie oder als Kraftstoff für die Schifffahrt und den Transportsektor. Ich trage zu diesem Prozess bei, indem ich Parteien zusammenbringe und Projekte gemeinsam realisiere. Wir denken zum Beispiel an einen gemeinsamen Elektrolyseur zur Herstellung von Wasserstoff mit nachhaltig erzeugter Energie. Wasserstoff, den die Transportunternehmen dann für den Transport schwerer Güter nutzen.
Het wonder van waterstof Zet een waterstofmonster onder druk dan wordt het gas vloeibaar. Als je de druk vergroot tot een duizelingwekkende 2 miljoen atmosfeer -bijna net zo hoog als in de aardkern- dan gebeurt het. De heldere waterstofdruppel wordt eerst donker en ondoorzichtig en dan ontstaat een glanzend vloeibaar metaal. Vloeibaar waterstofmetaal vormt het grootste deel van het binnenste van grote gasplaneten, dus de zilverkleurige druppel kan ons veel leren over bijvoorbeeld Jupiter en Saturnus. Maar het is ook een grote stap naar het creëren van vast waterstofmetaal, wat volgens de natuurkundigen een waar wondermateriaal moet zijn.
Wasserstoffproduktion
Werden wir die Anwendung von Wasserstoff in unserem täglichen Leben erleben? "Vorerst nicht", so Jochem, "es gibt noch nicht genug grünen Wasserstoff auf der Welt, er ist nicht natürlich verfügbar, sondern muss durch elektrochemische Reaktion hergestellt werden. Diese Wasserstoffproduktion gewinnt an Dynamik. Wir haben den Weg der Effizienz und des großen Maßstabs eingeschlagen, aber es ist noch ein langer Weg. Wenn wir an die Zukunft denken, sollten wir die Wasserstoffproduktion natürlich in großen Parks in der Sahara unterbringen. Dort gibt es immer Sonnenschein für Solarenergie. Das schafft Arbeitsplätze vor Ort, und vielleicht wird dieses Gebiet zur grünen Lunge der Welt".
Können wir mit Wasserstoff heizen, mit Wasserstoff kochen?
"Ich glaube nicht, dass man so bald kochen kann, das geht nur elektrisch", sagt Jochem, "aber das Heizen alter Gebäude in historischen Stadtzentren könnte irgendwann mit Wasserstoff erfolgen. Das könnte man situativ festlegen. Wasserstoff hat viele Anwendungen, zum Beispiel als Energiepuffer, wenn Sonne und Wind nicht gespeichert werden können. Wenn man an Langstreckentransporte denkt, denkt man an die professionelle Logistik, die Schifffahrt oder z.B. an Erdbewegungen auf Baustellen." Marieke fügt hinzu: "In der Industrie wird Wasserstoff sehr gut eingesetzt, in den Haushalten weniger. Große Unternehmen wie Tata Steel und DSM werden die Führung übernehmen müssen, und danach wird die gasintensive Industrie in unserer Region automatisch folgen. Denken Sie an die Ziegelfabriken entlang der Waal, an Großbäckereien oder an Binnenschifffahrtsunternehmen. In ein paar Jahren wird Wasserstoff ein fester Bestandteil unseres Energiemixes sein".
Achtergrondinfo The Economic Board is een triplehelix-samenwerking tussen overheid, kennis- instellingen en bedrijfsleven in de regio Arnhem – Nijmegen, met Wageningen. Als innovatiemotor stimuleren en verbinden wij bedrijvigheid en innovaties in de topsectoren Food, Health en Energy en de cross-overs daartussen. Wij communiceren over het bijzondere potentieel van de regio en verbinden partijen met elkaar. Marieke Butterhoff (opgeleid tot milieukundige en planoloog, UU) Civic Entrepreneur Energy bij The Economic Board en kwartiermaker Smart Energy Hub TPN-West Jochem Garthoff (Agricultural University Wageningen, Engineer's degree, Waste Water Treatment) Programmamanager Energietransitie bij Kiemt en lid Kernteam Energy Innovation Connectr Kijk ook eens bij Connectr, Kiemt en TPN West


